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Feuilleton - FAZ.NET

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Google schickt seine Kamerawagen, und ganz Deutschland hat Angst, aufs Bild zu geraten. Warum eigentlich? Wegen der Vorratsdatenspeicherung? Peter Richter liebt die Kamera. Aber das ist einseitig.
Der Abend überrascht, „es ist alles liegen geblieben / so könnte es bleiben“. Doch wenn alles bleibt, wird man nie wieder ein anderer. Ist das gut oder schlecht - für die Liebe? Neue Folge unserer Videolesung mit Michael Lentz.
Die Fortsetzung des „Phantoms der Oper“ wurde lange erwartet. Andrew Lloyd Webber verlegt sie in eine spukhaft-surreale Welt an der amerikanischen Ostküste. Und mit dem unverfroren schnulzigen „Love Never Dies“ ist ihm ein neuer Musical-Hit geglückt.
Alrun Goettes Sozialdrama „Keine Angst“ will schonungslos die „Hartz IV-Wirklichkeit“ darstellen. Zuvor zeigte es der redaktionell federführende WDR Schülern in Köln-Porz, die sich im Film wiedererkennen sollten. Aber das wollten sie nicht.
Die Wut wächst: Chefdirigenten und Intendanten der führenden Berliner Häuser und Orchester haben in einem offenen Brief an den Berliner Bildungssenator gegen den weiteren Abbau des schulischen Musikunterrichts protestiert.
Der Mythos des Malergenies Vincent van Gogh gründet sich auch auf seinen schriftlichen Nachlass. Denn zeitlebens hat er schreibend geordnet, was er später in seinen Gemälden schuf. Eine Londoner Ausstellung feiert van Gogh nun endlich auch als Autor.
Noch vor ein paar Jahren waren Journalisten und Einkäufer die wichtigsten Gäste auf Modeschauen. Inzwischen werden sie in die zweite Reihe gesetzt, denn ganz vorne sitzen die Blogger. Die Branche wird demokratisiert - nicht allen gefällt das.
Das ZDF ist der große Gewinner beim Grimme-Preis 2010. Überraschenderweise gingen auch im Unterhaltungssektor die zentralen Auszeichnungen an den Mainzer Sender. Die Privatsender konnten hingegen bei den Informationssendungen die Dominanz der öffentlich-rechtlichen Sender brechen.
Eine Arbeitsgruppe der Berliner Akademie hat sich die Effekte der Exzellenzinitiative näher angeschaut und kommt zu einem durchwachsenen Eindruck. Belebung und Mobilität notiert sie allenthalben, aber ohne rechtes Ziel.
Jüngste Professorin Deutschlands, Regierungssprecherin, Moderatorin im Fernsehen - das sind nur einige der Berufe von Miriam Meckel. Irgendwann bekam sie einen Burnout. Darüber hat sie das Buch „Brief an mein Leben“ geschrieben.
Hausmutter, Venus, Muse, Amazone oder Märtyrerin? Im Berliner Schloss Charlottenburg feiert eine Ausstellung mit Griff in den Kostümfundus die preußische Königin Luise. Die historische Figur verschwindet unter den Zuschreibungen der Gegenwart und der Geschichte.
Seit 1800 Jahren hat die Kirche mit Missbrauchsvorwürfen zu kämpfen - mal berechtigt, mal als Unterstellung, aber nur selten so, dass es sie in ihren Grundfesten erschüttert. Im historischen Vergleich könnte es diesmal sehr heikel werden.
Englands Jüngste sind trotz ihres jugendlichen Überschwangs schon ziemlich altklug: Der Bombay Bicycle Club rockt Köln nieder - und erweist sich als beste Newcomer-Band seit Jahren.
Frontalangriff auf die „New York Times“: Von April an wird Rupert Murdochs „Wall Street Journal“ in der Stadt mit einem umfassenden Lokalteil präsent sein. Die Werbekunden warten schon.
Die politischen Ränkespiele innerhalb der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ nehmen langsam groteske Züge an. Jetzt erklärte auch die Publizistin Helga Hirsch ihren Rücktritt. Über das Löschen ideologischer Schwelbrände kommt die konzeptuelle Arbeit kaum voran.
 

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