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Feuilleton - FAZ.NET

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In Berlin führt ein Muslim durch das Jüdische Museum. Dank seiner Herkunft gelingt Ufuk Topkara, woran andere Führer scheitern: Selbst pubertierende türkische Schüler hören ihm zu.
Marcel Reich-Ranicki liest Kafka nur mit Bleistift, Dominik Graf schlägt „Lord Jim“ im Großstadt-Café auf, und Silvana Koch-Mehrin schwört überall auf Diderot. Eine neue Folge unsere Serie über ideale Lese-Orte.
Der Dirigent Nikolaus Harnoncourt hatte sich bei seiner ersten Opernregie zum Ziel gesetzt, Mozarts „Idomeneo“ von aller Patina und den Verunstaltungen durch zweihundert Jahre Theateralltag zu befreien. Er zeigt einen Solitär unter Mozarts Opern: ein Gesamtkunstwerk.
Nicht nur die als Geschäft betriebene Suizidbeihilfe will ein Gesetzentwurf bestrafen, der an diesem Freitag im Bundesrat zur Abstimmung steht. Auch wer dieser Sache „geistig“ den Weg bereitet, soll vor Gericht gezogen werden. So schafft man ein Gesinnungsstrafrecht.
Wurde die Tochter eines Vatikan-Angestellten vor Jahren entführt, weil ihr Vater zu viel über mafiöse Kontakte des Vatikans wusste? Eine Gangsterbraut sagt dies vor Gericht aus, der Vatikan ist empört, und Ex-Präsident Andreotti meint, dass ein so exzellenter Golfspieler nicht böse sein könne.
Kurios: Den Verriss eine Literaturkritikers der F.A.Z., vor über dreißig Jahren zu einem seiner Romane erschienen, während viele Literaturkritiker das Buch doch gutgeheißen hatten, hält ein bekannter Literat heute für ein Produkt des Zeitgeists. Der Autor nennt den Namen nicht. Wir wollen beide nennen.
Für viele war sie eine der schönsten, wenn nicht die allerschönste Frau im Kino der Sechziger. Auch heute, mit 67, ist sie eine strahlende Erscheinung. Mit definitiv eigenem Kopf. Ein nicht ganz schlechter Abend mit Julie Christie.
Der Filmklassiker „Metropolis“ war 1927 bei der Premiere nicht sehr erfolgreich. Also wurde er einst um eine halbe Stunde gekürzt, die seither als verschollen galt. Jetzt ist sie wiederaufgetaucht.
Die ökonomische Analyse von Entscheidungsverhalten verwendet gerne das Spielen um Geld. Aber Simulieren kann man hohe Gewinnmöglichkeiten und die entsprechenden Risiken kaum. Deshalb haben Ökonomen nun die Spielshows im Fernsehen für sich entdeckt - und dabei interessante Einsichten gewonnen.
„Ich bin hier offenbar in eine Demonstration geraten“: Aufgebrachte Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Senders FR3 empfingen Nicolas Sarkozy wenig herzlich, denn die Kassen sind leer. Dabei wollte Frankreichs Präsident im TV-Interview nur für die EU werben.
Die Abenteuer des Angestellten Strizz, seines Chefs, seiner Liebsten samt Familie und Haustieren in werktäglicher Folge.
Ein Trickfilm-Panda zieht gegen das Böse in der Welt zu Felde und müss dafür aber erst einmal seinen Körper in den Griff bekommen. „Kung Fu Panda“ ist eine zauberhafte Hommage an den amerikanischen Kung-Fu-Film der siebziger Jahre und ein Werk für den unambitionierten Massengeschmack zugleich.
Die Redakteure der „Berliner Zeitung“ scheitern mit ihrer Klage gegen die Doppelfunktion ihres Chefredakteurs: Josef Depenbrock darf weiterhin Verlagschef bleiben. Ein Signal für das schleichende Verschwinden unabhängiger journalistischer Redaktionen?
Der Schauspieler Hans Caninenberg ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Caninenberg galt als einer der Großen seines Fachs. Er spielte an zahlreichen namhaften Bühnen und im Fernsehen.
Der österreichische Medienzar Hans Dichand schürt mit seiner „Kronen-Zeitung“ nicht nur nach Kräften die EU-Skepsis seiner Landsleute. Er versucht auch gezielt, Mitglieder der Regierung auf seinen populistischen Kurs zu bringen. Die österreichische Außenminister Ursula Plassnik leistet Widerstand.
 

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