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Gerfried Stocker, Leiter der Ars Electronic "Denn derzeit weiß niemand so genau, wie man dieses [ geistige, Anm. der Red. ] Eigentum schützen kann. Der Markt, der der Kreativwirtschaft zugrunde liegt, ist durch die freie Kopierbarkeit völlig zusammengebrochen", formulierte Ars-Leiter Gerfried Stocker bei einem Pressegespräch mit dem ORF. Stocker erläutert, dass das Urheberrecht, das Kreativität schützen soll, aus dem vorigen Jahrhundert stammt und mit dem heutigen Umfeld nichts mehr zu tun hat. Zwar versuche derzeit die Musik- und die Filmindustrie mit allen Mitteln, kopierende Internetbenutzer rechtlich zu belangen. Doch dies ist, "auch wenn es die Lobbys nicht wahrhaben wollen", ein Rückzugsgefecht, denn "ein entscheidendes Grundrecht des 21. Jahrhunderts" wird der ungehinderte Zugang zu Daten sein, wie Stocker betont auf ORF - auch wenn man dafür "noch kämpfen muss". Lesen Sie das vollständige Gespräch. [ weiter ... ]
Am 31. August 2008 ist Bewerbungsschluss für den akkreditierten berufsbegleitenden Fernstudiengang Kulturmanagement/-marketing, der gemeinsam von der Hochschule Harz (FH) und der Hochschule Merseburg (FH) angeboten wird. In einem ausgewogenen Mix aus Selbstlernphasen mit Studienbriefen und E-Learning, Präsenzwochenenden in der Lutherstadt Wittenberg sowie breit gefächerten Lehr- und Lernmethoden erlangen die Teilnehmer in drei Jahren den MBA-Abschluss. Ein reales Projekt rundet die praxisorientierte betriebswirtschaftliche Zusatzqualifikation ab. Weitere Informationen/Bewerbungs¬unterla¬gen unter www.kulturmarketingstudium.de oder per E-Mail an kulturmarketing@hs-harz.de. Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, wurde der Studiengang unter der Leitung der Professoren Hardy Geyer von der Hochschule Merseburg (FH) und Uwe Manschwetus von der Hochschule Harz (FH), gemeinsam mit mehr als 60 ausgewiesenen Experten der Kulturpraxis sowie dem Hochschulverbund Distance Learning entwickelt. Im Beirat engagieren sich u.a. Bernd Brandes-Druba (Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein), Monika Grütters, MdB (Stiftung Brandenburger Tor), Andreas Homoki (Komische Oper Berlin), Friedrich Schorlemmer (Deutsche UNESCO-Kommission), Andreas Schulz (Gewandhaus zu Leipzig) und Klaus Vogel (Stiftung Deutsches Hygiene-Museum Dresden). Quelle: Hochschule Merseburg
Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat in Lüneburg die Kinoprogramm- und Verleiherpreise 2008 vergeben. In diesem Jahr erhalten 190 Kinos Preise in Höhe von insgesamt 1,5 Millionen Euro. Der mit 20.000 Euro dotierte Hauptpreis für das beste Jahresfilmprogramm ging an das "3001 Kino" aus Hamburg. Es konnte außerdem den Preis für das beste Dokumentarfilmprogramm entgegennehmen. Den Spitzenpreis in Höhe von 10.000 Euro für sein herausragendes Kinder- und Jugendfilmprogramm erhielt das Kino "Cinema & Kurbelkiste" aus Münster. "Maria's Kino" aus Bad Endorf wurde für das beste Kurzfilmprogramm prämiert. Kinolandschaft erhalten Durch die Kinoprogrammpreise in Höhe von insgesamt 1,5 Millionen Euro unterstützt die Bundesregierung die Kinolandschaft. Sie ist in Deutschland ungewöhnlich dicht und vielfältig. Allerdings befinden sich seit einigen Jahren gerade die kleinen, anspruchsvollen Kinos in einer existenziell bedrohlichen Lage. Sie hat sich durch den Multiplexboom, rückläufige Besucherzahlen und den vielerorts anstehenden Investitionsbedarf zum Teil noch verschlechtert. Qualität fördern Kulturstaatsminister Neumann zeigte in seiner Rede großes Verständnis für die schwierige Situation vieler Programmkinos und Filmkunstverleiher. Hier seien gezielte Hilfen notwendig. Gleichzeitig unterstrich Neumann die Bedeutung dieser Kinos. "Sie tragen Sorge dafür, dass das Kino als Kulturort seine wichtige gesellschaftliche Funktion weiter erfüllen kann", erklärte er bei der Preisverleihung in Lüneburg. Qualität zu fördern, sei Ansatz der gesamten Filmförderung des Bundes. Deshalb sollen im neuen Filmförderungsgesetz künstlerische Aspekte noch stärker berücksichtigt werden. Dies gilt auch für die Filmtheaterförderung: hier werden die Anreize für eine herausragende Programmgestaltung ausgebaut. Außerdem soll der Kinoprogrammpreis als "Qualitätssiegel" noch bedeutsamer werden. Begehrte Preise In diesem Jahr haben sich 273 Kinos um die Preise beworben. In der Hauptkategorie "Allgemeines Kinoprogramm 2007" wurden 158 Filmtheater ausgezeichnet. Sie erhalten Preisgelder zwischen 2.500 und 20.000 Euro. 86 Kinos wurden für ihr herausragendes Kinder- und Jugendfilmprogramm prämiert. Preisgelder gingen außerdem an 41 Kinos mit herausragendem Kurzfilmprogramm und 46 Filmtheater, die für ihr gutes Dokumentarfilmprogramm belohnt wurden. Verleiherpreise 2008 Die Verleiherpreise für besondere Leistungen bei der Verbreitung künstlerisch herausragender Filme erhalten in diesem Jahr der Neue Visionen Filmerverleih, Berlin, Piffl Medien, ebenfalls aus Berlin, sowie die Zorro Filmproduktions- und Vertriebsgesellschaft, München. Dotiert sind die Verleiherpreise jeweils mit Prämien in Höhe von 75.000 Euro. Sie müssen zweckgebunden für den Verleih vor allem deutscher und anderer europäischer Filme mit künstlerischem Rang verwendet werden. Quelle: Bundesregierung