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POL-E: Schlag gegen Raubkopierer Essen - Dortmund - Lünen - Bottrop, 19.09.08 (ots) - E-Stadtgebiet: Eine Strafanzeige der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen bei der Polizei brachte die Ermittler auf die Spur: In einer groß angelegten Aktion durchsuchten Polizisten am vergangenen Dienstag (16.09.2008) mehrere Wohnungen in Essen und Bottrop, einen Lagerraum in Bochum und Firmen in Dortmund und Lünen. Insgesamt wurden mehr als 2.800 DVDs und CDs und eine fünfstellige Summe Bargeld beschlagnahmt. Vier Tatverdächtige wurden festgenommen. Bereits seit zwei Jahren standen die vier jungen Männer aus Essen (29, 30, 33) und Bottrop (30) im Fokus der Ermittler des Betrugskommissariates. Ihnen wird vorgeworfen, illegal hergestellte DVDs und CDs in großem Stil hergestellt und verkauft zu haben. In professionellen Presswerken, überwiegend in Essen und Hanau, ließen die Tatverdächtigen von illegal hergestellten Master-Datenträgern tausendfach Kopien von Filmen und Musik-CDs herstellen. Die jeweils passenden Cover oder Einleger ließ man in Druckereien in Dortmund und Lünen herstellen. Abschließend wurden die Scheiben noch ordnungsgemäß in Zellophan eingeschweißt und waren so kaum mehr von Originalen zu unterscheiden. Der Vertrieb wurde hauptsächlich über das Internet abgewickelt. Bei verschiedenen Online-Kaufhäusern und Internetauktionsplattformen wurde die Ware in großen Mengen abgesetzt. An Wochenenden suchte der 29-jährige Haupttäter dazu noch regelmäßig Verkaufsmessen im gesamten Bundesgebiet auf, um die illegal hergestellten Filme und Musikalben zu Geld zu machen. Unter den beschlagnahmten Datenträgern befanden sich auch eine große Anzahl aufgrund pornografischer oder Gewalt verherrlichender Darstellungen indizierter Titel. Die drei Tatverdächtigen wurden nach ihrer Vernehmung und erkennungsdienstlicher Behandlung zunächst entlassen. Info: Die wirtschaftlichen Einbußen durch illegale Filmkopien und andere Urheberrechtsverletzungen belaufen sich nach Schätzungen der GVU für die gesamte Branche auf mehrere hundert Millionen Euro jährlich. Raubkopierer umgehen den Jugendschutz und die freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Im aktuellen Fall sammelten GVU-Mitarbeiter in zeitaufwendiger Kleinarbeit fundierte Informationen aus der Mitte der DVD-Händler. Einige Verdachtsmomente deuteten auf eine eigene Fabrikation und anschließenden Verkauf hin. Hierauf wurde Anzeige erstattet. Zum Angebot der in Rede stehenden Tätergruppe gehörten neben den üblichen Spartenproduktionen auch zahlreiche indizierte Horrorfilme sowie chinesische Pornofilme, die in Deutschland einem Verkaufsverbot unterliegen. Über die GVU: Die GVU ist eine von den Unternehmen und Verbänden der Filmwirtschaft getragene Organisation. Ihre Aufgabe besteht in der Aufdeckung von Verstößen gegen Urheberrechte ihrer Mitglieder und der Mitteilung dieser Verstöße an die Strafverfolgungsbehörden. (LL) Rückfragen bitte an: Polizei Essen/ Mülheim an der Ruhr Pressestelle Telefon: 0201-829 1065 (außerhalb der Bürodienstzeit 0201-829 7230) Fax: 0201-829 1069 E-Mail: pressestelle.essen@polizei.nrw.de
Deutschlands Kino braucht mehr Stars Prof. Dr. Helmar Baum: "Außer Til Schweiger und Bully Herbig zieht kein deutscher Schauspieler" Berlin, 22.09.08 (ots) - "In Deutschland gibt es keinen Mangel an guten Regisseuren, spannenden Geschichten und erstklassigen Schauspielern. Uns fehlen die Stars", so Dr. Helmar Baum, der jetzt zum Professor für Medienökonomie an der Mediadesign Hochschule in Berlin berufen wurde. Wenn sich deutsche Kino-Produktionen dauerhaft gegen amerikanische Blockbuster behaupten wollen, braucht es mehr Stars wie Til Schweiger, die sich beim deutschen Kino-Publikum gegen Hollywood-Größen wie Bruce Willis und Julia Roberts durchsetzen können. Stars seien zwar kein Garant für kommerzielle Erfolge, aber Untersuchungen zeigen, dass ein Star für das Kinopublikum immer noch eines der wichtigsten Entscheidungskriterien ist, in einen Film zu gehen. "Deshalb müssen Stars wie Marken aufgebaut und gepflegt werden - und genau das fehlt in Deutschland." Wie es funktioniert, zeigt ein Blick nach Hollywood. "Dort binden Studios Stars für mehrere Filme an sich und bauen sie so mit auf", beobachtet Prof. Dr. Baum. Die Folge: Studios werben offensiv mit den Schauspielern, weil sie heute und in Zukunft von deren Image profitieren. Dass diese Strategie auch in Deutschland erfolgreich sein kann, hat die Zusammenarbeit von Til Schweiger und der Constantin-Film von Bernd Eichinger bewiesen. Das ist bis heute aber die Ausnahme geblieben. "Außer Til Schweiger hat in Deutschland nur noch Bully Herbig wirkliches Star-Format", so Prof. Dr. Baum. So überrascht es nicht, dass die beiden Stars das "Gesicht" der größten deutschen Kino-Erfolge der letzten Jahre waren: "Keinohrhasen" und "Der Schuh des Manitu". Der erfolgreiche Aufbau von Stars setze einen extremen Kooperationswillen von Verleihern, Produzenten und Agenten voraus. "Diese Mühe wird belohnt, weil neue Stars den Marktanteil deutscher Kinofilme dauerhaft stärken werden", so Prof. Dr. Helmar Baum. MEDIADESIGN HOCHSCHULE: Die Mediadesign Hochschule ist eine der führenden Hochschulen für Medien in Deutschland. Sie bildet in allen relevanten Medienbereichen den Nachwuchs von morgen aus. Im Wintersemester 2008/09 sind mehr als 1.000 Studierende in den Bachelor- und Master-Studiengängen Mediadesign, Gamedesign, Medienmanagement, Modedesign und On-Air/TV-Design an den Standorten München, Düsseldorf und Berlin immatrikuliert. Seit dem Sommersemester führt die Mediadesign Hochschule gemeinsam mit Studio Babelsberg zudem die Babelsberg Film School. Die kleinen Seminar-Gruppen ermöglichen eine enge Zusammenarbeit mit den Professoren und Lehrenden und gewährleisten so eine kurze und praxisorientierte Studienzeit. Pressekontakt: Für weitere Informationen, Interview-Wünsche mit Prof. Dr. Helmar Baum können Sie sich wenden an: Dr. Olaf Hoffjann Lindenstraße 20 - 25 10969 Berlin Tel.: 030 / 399 266 - 17 o.hoffjann@mediadesign-fh.de www.mediadesign.de Die Studienstandorte der Mediadesign Hochschule: Lindenstraße 20 - 25, 10969 Berlin, Tel.: 030/399266-0, info-ber@mediadesign-fh.de Werdener Straße 4, 40227 Düsseldorf, Tel.: 0211/179393-0, info-dus@mediadesign-fh.de Berg-am-Laim-Straße 47, 81673 München, Tel: 089/450605-0, info-muc@mediadesign-fh.de
Prix Italia 2008 in Kategorie Hörfunk für die ARD: MDR-Hörspiel "Santo Subito" von Eberhard Petschinka ausgezeichnet Drei ARD-Hörfunkproduktionen in Shortlists Cagliari/Baden-Baden, 20.09.08 (ots) - Mit einem Erfolg für die ARD schloss heute (20. September 2008) in Cagliari/Sizilien der 60. internationale Hörfunk- und Fernsehwettbewerb Prix Italia. Die ARD erhielt den renommierten Preis in der Kategorie Hörfunk für das Hörspiel "Santo Subito" von Eberhard Petschinka, das bereits mit dem Prix Europa 2007 ausgezeichnet worden ist (Produktion MDR/ORF 2007). Auch insgesamt gesehen waren in diesem Jahr die ARD-Hörfunkproduktionen beim Prix Italia sehr erfolgreich: Von vier ARD-Einreichungen wurden drei in die Shortlists gewählt, aus denen dann die Preisträgerstücke ermittelt wurden. Neben dem Gewinnerstück stand in der Shortlist der Kategorie Hörspiel die WDR-Produktion "Todesroman On / Off" von Stefan Weigl. Die HR-Produktion "The Whole World is Watching: Weathermen '69 - As told by Raymond Pettibon" von Oliver Augst/Raymond Pettibon wurde in die Shortlist der Kategorie Hörfunk/Musik aufgenommen. Das Sekretariat für die ARD-Hörfunk-Einreichungen des Prix Italia liegt beim Südwestrundfunk. Verantwortet wird es von SWR2-Programmchef Johannes Weiß: "Ich gratuliere den Kollegen vom MDR ganz herzlich zu dieser wichtigen Auszeichnung. Sensationell ist aber auch, dass gleich drei ARD-Produktionen in die Shortlists aufgenommen wurden. Das belegt, dass die ARD-Hörfunkproduktionen im internationalen Vergleich ganz vorne liegen. Dieser Erfolg zeugt nicht zuletzt auch von der hohen Kompetenz der Vor-Jury, die aus mehr als 40 Vorschlägen, genau die Produktionen ausgewählt hat, die schließlich Aussicht auf Erfolg hatten." Die Sitzung der ARD-Vorjury für den Prix Italia 2008 fand im April beim SWR in Baden-Baden statt. Jury-Mitglieder waren Frank Johannsen (SR, Vorsitz), Michael Schreiber (NDR), Andrea Zschunke (RB), Stephanie Hoster (DLF/DLR), Wolfgang Schiffer (WDR), Helga Montag (BR), Hans Sarkowicz (hr), Diemut Roether (epd medien) und Stefan Kister (Stuttgarter Zeitung). Der 1948 von der italienischen Rundfunkanstalt RAI ins Leben gerufene Prix Italia wird in diesem Jahr zum 60. Mal vergeben und gilt als älteste und wichtigste internationale Auszeichnung für Radio-, Fernseh- und Internet-Produktionen. Öffentlich-rechtliche und private Radio- und Fernsehstationen aus aller Welt sind Partner und ständige Mitglieder des Prix Italia. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Oliver Kopitzke Tel.: 07221/929-3854 Email: presse@swr2.de
ARD-Vorsitzender Fritz Raff überreicht die Preise des 57. Internationalen Musikwettbewerbs der ARD München, 19.09.08 (ots) - "Der ARD-Musikwettbewerb ist ein herausragendes Beispiel für das kulturelle Engagement des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in unserer Gesellschaft", erklärte ARD-Vorsitzender Fritz Raff beim Abschlusskonzert des 57. Internationalen ARD-Musikwettbewerbs in München. Wer den Zulauf und Zuspruch bei den Kulturveranstaltungen der ARD erlebt habe, "der weiß, dass Deutschland beileibe nicht nur den 'Superstar', sprich: mehr oder weniger begabte Popsternchen, sucht. Auch bei der Wahl der besten Nachwuchs-Klarinettisten, -Fagottisten, -Bratscher oder -Streichquartette wird heftig diskutiert, kochen Emotionen hoch, gibt es Enttäuschungen zu verdauen und glänzende Erfolge zu feiern. Genau dies hat der ARD-Musikwettbewerb 2008 eindrucksvoll bewiesen." Insgesamt konnte Fritz Raff drei erste, vier zweite und sechs dritte Preise und zahlreiche Sonderpreise überreichen. Die Höhe der Haupt- und Sonderpreise beträgt insgesamt 188.500 Euro. Nach 40 Jahren wurde im Fach Klarinette wieder ein 1. Preis verliehen und - in der 57jährigen Geschichte des Wettbewerbs zum ersten Mal - ein erster Preis im Fach Fagott. Insgesamt hatten sich für den diesjährigen Musikwettbewerb 461 junge Instrumentalistinnen und Instrumentalisten aus 52 Ländern beworben. Preisträger 2008 Viola 1. Preis: wurde nicht vergeben 2. Preis: Wen Xiao Zheng (China) 3. Preis: Teng Li (China) Klarinette 1. Preis: Sebastian Manz (Deutschland) 2. Preis: wurde nicht vergeben 3. Preis: Shelly Ezra (Israel) 3. Preis: Taira Kaneko (Japan) Fagott 1. Preis: Marc Trénel (Frankreich) 2. Preis: Christian Kunert (Deutschland) 2. Preis: Philipp Tutzer (Italien) 3. Preis: Václav Vonásek (Tschechien) Streichquartett 1. Preis: Apollon Musagète (Polen) 2. Preis: Afiara String Quartet (Kanada) 3. Preis: Gémeaux Quartett (Deutschland/Schweiz) 3. Preis: Verus String Quartet (Japan) Publikumspreise gestiftet von der Theodor-Rogler-Stiftung Wen Xiao Zheng, Viola Sebastian Manz, Klarinette Christian Kunert, Fagott Gémeaux Quartett, Streichquartett Sonderpreise für die beste Interpretation der Auftragskomposition gestiftet von der Alice Rosner Foundation von Atar Arad: Dimitri Murrath, Viola von Martin Fröst: Joachim Forlani, Klarinette von Adriana Hölszky: Marc Trénel, Fagott von Rodion Shchedrin: Apollon Musagète Quartett Sonderpreis des Münchener Kammerorchesters Sebastian Manz, Klarinette Alice-Rosner-Preis Sergey Malov, Viola - für die Interpretation der Hindemith-Sonate op. 11 Nr. 4 Stipendium der Karl-Klingler-Stiftung Apollon Musagète Quartett Osnabrücker Musikpreis Sebastian Manz, Klarinette Brüder-Busch-Preis Sergey Malov, Viola ifp-Musikpreis Sebastian Manz, Klarinette Bärenreiter-Urtext-Preise Lilli Maijala, Viola Marcos Pérez Miranda, Klarinette Julien Hardy, Fagott Quartet Feruz, Usbekistan Sonderpreis OehmsClassicss CD-Produktion mit dem Streichquartett Apollon Musagète Hapag-Lloyd Kreuzfahrten lädt ausgewählte Preisträger des 57. Internationalen Musikwettbewerbs der ARD München zu Konzerten an Bord ihrer Schiffe ein; der Gesamtwert beträgt 10.000 Euro. Pressekontakt: Ruth Wischmann -Media Relations Tel. 089 - 30 00 47 59 oder 0172 - 60 388 45 Ruth.wischmann@gmx.de www.ard-musikwettbewerb.de Fotos: bildarchiv.de">www.br-bildarchiv.de, Tel. 089/ 5900 3040
Im Artikel vom 21.09.08 der Welt am Sonntag schreibt Stefanie Stadel auf welt.de:
Neuer Aufbruch in Kölner Galerien
Köln hat seine Spitzenstellung im Kunstmarkt an Berlin verloren. Doch der Auftakt der Herbstausstellungen in den rheinischen Galerien zeugt von neuem Optimismus und Kampfgeist Da tut sich was: Köln ist wieder da!", so tönt es jetzt aus allen Ecken. Zwar nimmt die Abwanderung großer Galerien kein Ende, doch die daheimgebliebenen sind offenbar das Jammern leid. Neuerdings treten sie dem so oft beklagten "Niedergang" mit Macht und guter Laune entgegen. Unter dem sportlichen Motto "Cologne Open" legen über 40 von ihnen gemeinsam einen glanzvollen Saisonstart hin. Auch die alte "Photoszene" zeigt sich mit neuem Elan. Gute Ausstellungen überall, "Photographer's Night" und große Party - mit diesem Rezept soll es gelingen, das Festival in den nächsten Jahren zum internationalen Topstandort für Fotografie herauszuputzen. Dabei haben die Veranstalter ganz besonders die zeitgenössische Fotokunst im Auge. Große Ziele sind das. Doch kann es Köln schaffen, sich am eigenen Schopf aus dem langen Berliner Schatten zu ziehen? An der Qualität des Angebots sollte das zumindest nicht scheitern. Der Rundgang durch die Kölner Galerien in diesem Herbst lässt wenig zu wünschen übrig - da sind sich auch Kuratoren und Sammler einig. Am Eröffnungssamstag waren sie im Pulk von rund 7000 Vernissage-Pilgern unterwegs, hin und her durch die Galerienquartiere. Nach Wunsch in Limousinen mit Chauffeur - ein besonderer Service, den sich die Organisatoren der "Cologne Open" ausgedacht haben. Weit im Norden der Stadt können Hammelehle und Ahrens im Galerienhaus mit brandneuen Gemälden von Markus Oehlen aufwarten. Und in der Südstadt, bei Schmidt Maczollek, trifft man auf neue Werke des Argentiniers Fabian Marcaccio. In seinen sogenannten "Draftants" zeichnet, schneidet und druckt der Künstler auf Schaumstoff, er malt mit Silikon und Metalldrähten, erzeugt mit Wasser und Ventilatoren effektvolle Verwehungen und Verwischungen. Thomas Rehbein präsentiert die jüngste Werkgruppe des Berliner Künstlers Peter Torp. Es sind comicartig-groteske Zeichnungen, die ihr ironisches Unwesen mit dem Philosophen Ludwig Wittgenstein und seinem "Tractatus Logico-Philosophicus" treiben. Unweit davon nimmt die 30-jährige Mirjam Thoman mit Vorhängen aus aufgefädeltem Popcorn Besitz von Christian Nagels Galerieräumen. Sehenswert auch der Auftritt des Kubaners Diango Hernández bei Michael Wiesehöfer oder Julia Bünnagels Intervention in der kleinen Galerie von Sebastian Brandl: 150 glänzend-schwarze Glasplatten schweben dort vor den Wänden. Das Herbstangebot der Kölner stehe dem der Berliner Kollegen nicht nach, urteilt Ulrike Groos, die als Leiterin der Düsseldorfer Kunsthalle ausgezeichnet bewandert ist in der deutschen Galerienlandschaft. Kasper König, prominenter Chef des Kölner Museum Ludwig, zieht seine Vergleiche gar bis ins New Yorker Galerienviertel Chelsea und kommt dabei zu einem ähnlich positiven Ergebnis für die Domstadt wie seine Kollegin. Vielleicht muss sich das noch herumsprechen bis zur zweiten Ausgabe im Herbst 2009, denn diese Premiere der "Cologne Open" konnte weder Gäste aus der weiteren Umgebung noch aus dem Ausland mobilisieren. Die rheinische Klientel mit Großsammlern wie Eberhard Garnatz und Reiner Speck aus Köln, Wilhelm Schürmann aus Aachen oder Axel Haubrok aus Düsseldorf blieb weitgehend unter sich. Beim großen Fest im Kölner Skulpturenpark schwärmten schon einige ganz selbstverständlich vom "Aufbruch" der Kölner Galerienszene. Doch so weit möchte Linn Lühn, stellvertretende Galeriensprecherin, sich nicht vorwagen. Sie spricht lieber von einer Art "Generationenwechsel" und von einem "zarten Pflänzchen". Eine wichtige Voraussetzung für sein gutes Gedeihen wird sicher in Zukunft der rheinische Zusammenhalt sein. Kooperationen mit Düsseldorf sind bereits angeleiert. Davon verspricht man sich nicht zuletzt finanzielle Vorteile, denn über die Verbindung zur Landeshauptstadt könnten sich Töpfe öffnen, an die Köln allein nicht herankommen würde. Ein echtes Schicksalsdatum für das Kölner Kunstmarkt-Pflänzchen kündigt sich indes für den kommenden April an, wenn die "Art Cologne" in den Ring geht, um unter neuer Leitung ihren Kampf gegen den Niedergang fortzusetzen. Auf dieses Ereignis konzentriert sich die Kölner Galerienfront derzeit - mit aller Kraft will sie der Messemutter unter die Arme greifen. Kann das ganze Drumherum der Kunstregion überhaupt nutzen? So könnte man fragen. Doch Berlin hat vorgemacht, dass es eben jener Eventfaktor ist, der kaufwilliges Publikum lockt - auch jene starke rheinische Sammlerschaft, auf die die Kölner und Düsseldorfer Händler so lange bauen konnten. Zum Kunstkauf trifft die Szene sich immer mehr an der Spree. Nicht unbedingt, weil das Angebot dort unvergleichlich wäre, sondern vor allem, weil eben alle da sind. Mit Veranstaltungen wie der "Cologne Open" und der neu aufgezogenen "Photoszene" schlagen die Kölner sicher den richtigen Weg ein. "Es fällt mir schwer, es zu auszusprechen", sagt Fotosammler Norbert Moos. "Aber eine Stadt muss ganz einfach Eventcharakter bieten, um heute im Kulturbetrieb noch mithalten zu können." * www.photoszene.de * www.koeln-galerien.de Link zum Artikel: http://www.welt.de/wams_print/article2473322/Neuer-Aufbruch-in-Koelner-Galerien.html
Tragbare elektronische Zeitung startet im Spätherbst München, 21.09.08 (ots) - Das Forschungslabor T-Lab startet einen ersten Feldversuch für die tragbare elektronische Zeitung News4me. Dies berichtet der Branchendienst Kontakter in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Kooperationspartner der Telekom-Tochter sind der Bonner General-Anzeiger sowie dpa-infocom, eine Gesellschaft der Nachrichtenagentur dpa. Der General-Anzeiger liefert Inhalte zu, dpa-infocom steuert Infografiken und technische Dienstleistungen bei. 30 Testpersonen werden in Bonn dazu mit einem bereits im Handel befindlichen Endgerät ausgestattet, wahrscheinlich einem I-Phone, so der Kontakter.Der Bundesverband deutscher Zeitungsverlager (BDZV)unterstützt den Pilotversuch mit dem E-Paper. Pressekontakt: Der Kontakter Yvonne Sprungala Telefon: 089 / 54852-511 Fax: 089 / 54852-520
500 Teilnehmer beim Zeitungskongress 2008 Zeitungsverleger: Politik muss handeln! BDZV-Präsident kritisiert Postpläne für Gratisblätter, Online-Expansion von ARD und ZDF sowie drohende Werbeverbote Berlin, 22.09.08 (ots) - Der deutschen Zeitungen profitieren vom Wachstum in den digitalen Märkten. Die Internetangebote der Verlage hätten einen enormen Aufschwung genommen, erklärte der Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Helmut Heinen, heute in Berlin bei der Eröffnung des Zeitungskongresses in Gegenwart von Bundeskanzlerin Angela Merkel und rund 500 Kongressteilnehmern. Die Websites der Zeitungen erreichten fast 40 Prozent der Internetnutzer, deren Zahl innerhalb eines Jahres von 14 auf 16 Millionen angestiegen sei. Als Produzent von Qualitätsinhalten nutzten die Verlage alle zur Verfügung stehenden Plattformen - print, online, mobil -, wobei die gedruckte Zeitung noch auf lange Sicht die Säule des Geschäfts bleibe, so Heinen. Das Internet sei allerdings wichtiger Bestandteil der Zukunftsstrategie. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten rief Heinen auf, die Expansionen im Internet zu stoppen. In der laufenden Kontroverse gehe es um die Bedingungen, unter denen ARD und ZDF über ihren Rundfunkauftrag hinaus so genannte Telemedien im Internet verbreiten dürften. Heinen wörtlich: "Uns interessiert hier vor allem das Thema einer drohenden öffentlich-rechtlichen elektronischen Presse. Die darf es genauso wenig geben, wie überregionale oder regionale gebührenfinanzierte öffentlich-rechtliche Zeitungen." Heinen kritisierte in diesem Zusammenhang die Berichterstattung von ARD und ZDF. Es sei nicht seriös, wenn unter dem Deckmantel angeblicher Information in der breiten Öffentlichkeit Verständnis für die Expansionsstrategien geweckt werden sollte. Den ARD-Film "Quoten, Klicks und Kohle" bezeichnete Heinen als "plumpes Propagandastück". Den Gesetzgeber rief Heinen auf, bei der Umsetzung der von der EU-Kommission verabschiedeten Fernsehrichtlinie in nationales Recht darauf zu achten, dass Product-Placement in Deutschland nicht erlaubt werde. Wenn Werbung als solche nicht mehr klar erkannt werde, verlören alle Medien an Glaubwürdigkeit. Das Trennungsgebot sei für die Zeitungen nicht nur ein Glaubwürdigkeits- sondern ein Qualitätskriterium. Seine Kritik richtete der BDZV-Präsident auch auf Pläne, die Restriktionen und Verbote im Bereich der Werbung auszuweiten. Die Forderung des Europäischen Parlaments, wonach künftig 20 Prozent der Automobilwerbung in Zeitungen für umweltbezogene Aussagen genutzt werden, würde dazu führen, dass die Automobilindustrie sich vom Werbeträger Print verabschiedet. Der Drogenbeauftragten der Bundesregierung warf Heinen vor, "mit allen Mitteln" Verbote im Bereich der Alkoholwerbung zu schaffen. So werde die funktionierende Selbstkontrolle im Bereich der Alkoholwerbung von der Drogenbeauftragten diffamiert. Heinen hob hervor, dass Zeitungen geradezu vorbildlich seien, wenn es um die Information zur Gefährlichkeit von erhöhtem Alkoholkonsum gehe. Nach einer Untersuchung des BDZV erschienen täglich in Deutschland etwa 1.000 Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften, die die Gefährlichkeit von starkem Alkoholkonsum zum Thema hätten. Dies sei ein Teil der redaktionellen Leistung, die etwa zur Hälfte aus Werbeeinnahmen finanziert werden müsse, so Heinen. Doch leider ignoriere die Politik nur zu oft den direkten Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Leistungskraft der privaten Medien und ihrer publizistischen Stärke und Unabhängigkeit. Scharfe Kritik übte der BDZV-Präsident auch an den Plänen der Deutschen Post AG, mit Gratis-Titeln die privaten Zeitungen im Leser- und Werbemarkt anzugreifen. Dass ein Unternehmen, bei dem der Staat größter Aktionär sei, überhaupt an ein solches Projekt denke, sei eine groteske Vorstellung. Heinen appellierte an die Bundeskanzlerin, der Staat müsse dafür sorgen, dass "derartige skandalösen Pläne" nicht realisiert würden. "Hier droht ein ordnungspolitischer Sündenfall ersten Ranges", so der BDZV-Präsident. Besorgt äußerte sich Heinen über Entwicklungen im Bereich der inneren Sicherheit, die die Arbeit der Presse schwer belasten. Die Sensibilität für den Daten- und Informantenschutz habe nachgelassen. Wenn Computerfestplatten von Journalisten nicht mehr vor staatlicher Durchforschung sicher seien, habe das gravierende Folgen für die Recherchearbeit. "Dass die Wächterfunktion der Presse - das Aufdecken von Skandalen und kriminellen Machenschaften - im öffentlichen Interesse stattfindet, dieser Aspekt ist in der ganzen politischen Debatte bisher viel zu kurz gekommen." Pressekontakt: Hans-Joachim Fuhrmann Telefon: 030/ 726298-210 E-Mail: fuhrmann@bdzv.de Anja Pasquay Telefon: 030/ 726298-214 E-Mail: pasquay@bdzv.de
ZDF gewinnt Millionenprozess gegen Filmrechtehändler: Nörr wehrt Schadensersatzforderungen ab München, 22.09.2008 (ots) - Das ZDF hat in zweiter Instanz einen Millionenprozess gegen den Filmrechtehändler Erich Mehl gewonnen. Der Medienrechtler Dr. Martin Diesbach von Nörr Stiefenhofer Lutz beriet den Sender dabei. Mit Urteil vom 18. September 2008 hob das Oberlandesgericht (OLG) München (6 U 2466/07) eine Entscheidung des Landgerichts (LG) München I vom 15. Februar 2007 (7 O 21384/03) auf und wies die Schadensersatzforderungen des Klägers Mehl zurück. Der Filmrechtehändler Erich Mehl hatte den Sender im Jahr 2003 auf Schadensersatz wegen Verletzung von Auswertungsrechten an 10 Filmen verklagt. Seine Forderung belief sich mit Zinsen bis zum Urteil des OLG München auf über 2,2 Millionen Euro. Der Prozess betrifft wichtige Fragen des Rechtehandels mit älteren Filmen: Die Filme, die Gegenstand der Entscheidung des OLG sind, waren Teil eines großen Rechtepakets, das der Kläger 1980 an einen weiteren Rechtehändler veräußerte. Über verschiedene Zwischenstufen gelangten die Filme zu verschiedenen deutschen Sendern, darunter auch das ZDF. Wie das OLG München nun festhielt, konnte der Sender die Rechte wirksam erwerben. Die Auslegung des Vertrags von 1980 beschäftigte die Gerichte seit 25 Jahren in verschiedenen Konstellationen. "Die Interpretation der im Vertrag von 1980 gewählten komplizierten Treuhandkonstruktion hat das OLG nunmehr eindeutig geklärt", fasst Diesbach die Bedeutung des Prozesses für die Branche zusammen: "Dieses Urteil ist auch von Bedeutung für die Anforderungen, die Gerichte an den Nachweis der Rechtsinhaberschaft an alten Filmen aufstellen, insbesondere, wenn deren Rechte aus Konkursmassen erworben wurden". Das OLG München hat die Revision zum Bundesgerichtshof nicht zugelassen, der Kläger kann hiergegen noch Beschwerde einlegen. Pressekontakt: Dr. Michael Neumann NOERR STIEFENHOFER LUTZ Rechtsanwaelte Steuerberater Wirtschaftspruefer - Partnerschaft Brienner Str. 28 80333 Muenchen / Germany Tel. +49-(0) 89-28 628-226 Fax +49-(0) 89-28 01 10 Mobile: +49-(0) 171-125 14 28 E-Mail: michael.neumann@noerr.com
art 10/2008: City Special New York Hamburg, 22.09.2008 (ots) - Das Kunstmagazins art bringt in seiner Oktober-Ausgabe ein City Special über New York. Ein wenig ist New York aus dem Fokus geraten, seitdem nicht nur Berlin, Paris und London, sondern auch Peking, Shanghai oder Dubai den Rang von Kunstmetropolen für sich reklamieren. Mit diesem Heft macht art die Probe: Ist das Comeback von Jeff Koons nur ein künstlicher Hype? Was taugt die Architektur nach 9/11? Warum zieht es Talente aus aller Welt immer noch nach Manhattan? art berichtet von der umschwärmten Kunstszene in New York mit ihren angesagten Künstlern, den einflussreichsten Galeristen und Sammlern. Der große Serviceteil gibt Hinweise auf wichtige Galerien, Museen und Kunsträume. Das art City Special New York zeigt: New York ist und bleibt eine Klasse für sich - einfach unvergleichlich. Themen im Heft: - Architekturboom: Wie sich Manhattans Skyline verändert - Jeff Koons: New Yorks erfolgreichster Künstler feiert mit Hündchen und Hybris ein glänzendes Comeback - Warhols Factory: Freunde des Pop-Art-Stars treffen sich zum Familienfoto - Auswanderer: Warum New York Kreative magisch anzieht - Interview: Der sagenhafte Aufstieg des deutschen Galeristen David Zwirner - Malerei: Ein Atelierbesuch bei Cecily Brown, New Yorks Meisterin erotischer Abstraktion - Kolumne: Thomas Wagner betrauert den Verlust von Kunstmetropolen - Movers & Shakers: Im Reich von Lady Macbeth und Dr. Caligari - die Mächtigen des New Yorker Kunstbetriebs - Junge Wilde : Sex, Drugs & Erfolg - die coolen Karrieren der Downtownkünstler Dan Colen, Terence Koh, Ryan McGinley und Dash Snow art ist Europas größtes Kunstmagazin und Marktführer im Segment der Kunstzeitschriften. Die monatlich erscheinende Zeitschrift informiert auf journalistisch anspruchsvolle, verständliche und unterhaltsame Weise über alle wichtigen Ereignisse, Entwicklungen und neuen Trends der internationalen Kunstszene. Neben Malerei, Plastik und Architektur wird auch über jüngere Gattungen wie Fotografie, Videokunst, Design und CrossCulture berichtet. Pressekontakt: Maike Pelikan art Marktkommunikation 20444 Hamburg Telefon +49 (0) 40 / 37 03 - 21 57 Telefax +49 (0) 40 / 37 03 - 56 83 E-Mail presse@art-magazin.de Internet www.art-magazin.de
Website der Dussmann-Gruppe gewinnt WebAward 2008 Berlin, 23.09.2008 (ots) - Die internationale »Web Marketing Association« hat die Corporate Website der Dussmann-Gruppe ausgezeichnet. Die Jury verlieh den renommierten WebAward in diesem Jahr in der Kategorie »International Business Standard of Excellence« an www.dussmann.com . Die Web Marketing Association vergibt seit 1997 den WebAward, der zu den weltweit begehrtesten Auszeichnungen für internationale Corporate Websites gehört. Juroren aus 37 Ländern wählten aus einer Vielzahl an Einreichungen die Gewinner aus und prämierten den Beitrag der Berliner Agentur NORDSONNE IDENTITY, die für die Konzeption, Kreation und technische Realisierung des Relaunchs verantwortlich war. Die Identity Agentur betreut seit 2007 die internationale Online-Kommunikation der Dussmann-Gruppe. Unter dussmann.com werden alle Leistungen der weltweit agierenden Dussmann-Gruppe zusammengefasst und die Tochterunternehmen Dussmann-Service, Kursana, Dussmann-Office und Dussmann das KulturKaufhaus vorgestellt. Als Online-Dachmarke bildet die Website das Einstiegsportal in die internationale Dussmann-Welt. Die Websites der Dussmann-Gruppe - Dussmann-Gruppe: http://www.dussmann.com/de/ - Dussmann-Service: http://www.dussmann-service.com/de/ - Kursana: http://www.kursana.de - Dussmann-Office: http://www.dussmann-office.com/de/ - Dussmann das KulturKaufhaus: http://www.kulturkaufhaus.de Pressekontakt: Tom Schmiedel Geschäftsführer Kommunikation Fon +49 (0)30 / 400 558 - 0 Fax +49 (0)30 / 400 558 - 25 pr @ nordsonne.de NORDSONNE IDENTITY GmbH Linienstraße 153 10115 Berlin http://www.nordsonne.de